In dieser Rubrik geht es um literarische Texte jenseits der tier-fokussierten Literatur (wie Physiologus und Bestiarien, Naturkunde, Fabel und Tierepos). Systematisch ausgewertet werden vor allem die Kerntexte der mittelhochdeutschen Epik und Lyrik. Daneben kommen bei Bedarf auch andere Textgattungen in den Blick.

In den literarischen Texten des Mittelalters tritt das Flusspferd nur prominent im Alexanderroman auf. Die deutschsprachigen Versionen gehen dabei unterschiedliche Wege im Umgang mit diesem Tier, das sie in ihren lateinischen Vorlagen zwar noch vorfinden, das für sie aber kaum mehr identifizierbar ist:

Die epischen Funktionen, die dem Flusspferd in den deutschsprachigen Texten zugewiesen werden, unterscheiden sich nicht von denen in den lateinischen Texten:

Allerdings ist zu betonen: „Keine der genannten fünf Funktionen erfüllt das Flusspferd in Alleinstellung“ (Obermaier 2011, S. 163).

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Siehe: Quellenverzeichnis: Literarische Texte

  • S. Obermaier: Antike Irrtümer und ihre mittelalterlichen Folgen: Das Flusspferd. Antike Naturwissenschaft und ihre Rezeption 21 (2011), S. 135-179.
  • R. Wittkower: Marvels of the East. A Study in the History of Monsters. Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 5 (1942, Reprint 1965), S. 139-197.
Zitierhinweis

Sabine Obermaier: Flusspferd (Literarische Texte). In: Von Adler bis Ziege. Ein literarisches Bestiarium des Mittelalters. Online-Publikation. URL: https://www.animaliter.uni-mainz.de/flusspferd-literarische-texte/. Erstellt: 10. Oktober 2025.

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